2017 current

visionXsound : Experimentalvideo-Screeningtage 2015

Screeningtage im Rahmen des Jahresprogramms 2015
Code versus Autonomie
:

5. September 15:00–18:30
20. September 16:00–19:30


Zusätzlich zeigen wir die Videos im Rahmenprogramm zur
Opens internal link in current windowORF - Lange Nacht der Museen am 3. Oktober 2015.

 

Kategorien:

1: Computer-/Videoanimationen, Musikvideos
2: Experimentelle Dokumentationen

Mit Förderung durch:
| Opens external link in new windowKultur Niederösterreich | Opens external link in new windowBKA Kunstsektion | Opens external link in new windowBildrecht |

    

PROGRAMM


01
Asfast & Gestucks
Swallowing
02:30
2014
Konzept, Modelling, Animation: Stefan Krische
Musik:
Leon Leder, Asfast (Album: moving. a Variation, 2013)
Self intended, experimental music video.

02
Hans Michael Bittner
Tote Hose
03:00
2014
Konzept, Realisation: Hans Michael Bittner
Musik: Manuele Atzeni – Ouch the couch feat. Franco Crudo
Der Lebensweg einer Hose, gefunden am Gürtel in Wien.

03
Brigitta Bödenauer
As They Pass / MNEMOSYNE 01
06:00
2006
Konzept, Realisation: Brigitta Bödenauer
Musik:
Pure
Audio-Mastering: Martin Siewert
Voice: Alexandra Petrovic
This film is about the concept of memory. Images from the Kahlenberghotel in Vienna are compiled, deconstructed and de-contextualized, the narrative logic of space and time ignored. A subjective, emotive interpretation causes the evolution from collection to process (animation on glass) to product. The intersection of these categories shows the disassociation between lived and narrated experience, being and representing, which is at the heart of our mediated society.

04
Brunilda Castejon
A Short Love Story
01:35
2015
Konzept, Realisation: Brunilda Castejon
Das Video ist reine Poesie, abstrakte Formulierung, aber doch sehr klare Metapher. Zwei Individuen, repräsentiert in zwei Kreiseln, rotieren – sie begegnen sich, sie berühren sich, eine andersartige Welt wird ausgelöst. Zuletzt dreht sich denn doch der einzelne Kreisel um sich selbst. Brunilda Castejons filmische Collage ist eine spielerische und zugleich tiefernste Reflektion – eines Liebesaktes oder eines Lebens.

05
Linda Christanell
Federgesteck
03:00
1984 (S-8 Film)
Konzept, Realisation: Linda Christanell
Musik, Ton: Anestis Logothetis
Ich nehme Gegenstände wahr, die auf verschiedenen Ebenen zu mir gehören. Was hat welche Bedeutung? – Sic transit gloria mundi.

06
Manuel Cornelius
Furniture Effects
06:34
2015
Konzept, Realisation: Manuel Cornelius
Designklassiker neben IKEA Möbel inszeniert in einem einzigen CGI Videoeffekt, unterlegt mit Sci-Fi Sounds.

07
Jan Hakon Erichsen
Destroyer
01:30
2015
Konzept, Realisation: Jan Hakon Erichsen
Several objects from the world of plants are demolished in a dramatic fashion by kinetic sculptures, which have been constructed with this as its sole purpose.

08
Christina Goestl
Dr. Noodle
03:11
2015
Konzept, Performance, Realisation: Christina Goestl
Based on the short-story Walking, Talking Contradictions in Beautification Land, Dr. Noodle represents an amiably yet radical audiovisual questioning of Nip & Tuck and discrepancies between cultural concepts of normativity and body perception.

09
Christina Goestl
Sexflexnetz
03:36
1998-2007
Konzept, Performance, Realisation: Christina Goestl
Sexflexnetz wurde für das Royal blast-off picnic des Webprojektes Sex.t0.or.at am 1.
Mai 1998 in der Wiener Clublocation Flex im Rahmen von SEX : the performance series produziert und 2007 neu bearbeitet und vertont – Codes einer sexpositiven Bewegung, von Superpositionen zerstäubt.

10
Graf+Zyx
Moerder, Hoffnung der Frauen (Exzerpt)
07:00
2015
Konzept, Kamera, Performance, Realisation, Musik: Graf+Zyx
Musikvideo zu/nach Oskar Kokoschkas Schauspiel von 1907 unter Verwendung von Tanzpassagen aus dem Stück None Are Strangers (1998) des Tanztheater Wien / Choreografie: Liz King.
Tänzer_innen: Esther Balfe, Michael Dolan, Nina Kripas, Mani Obeya, Anna Palastanga, Daphne Strothmann, Paul Wenninger
Elektronisches Bühnenbild: Graf+Zyx

11
Grace Graupe-Pillard
Ups And Downs: MOMA Escalator
02:32
2012
Konzept, Performance, Realisation, Sound: Grace Graupe-Pillard
A short parable of an artist’s career via the Museum of Modern Art’s escalator. Emerging and disappearing – in and out of sight.

12
Max Hattler
Shift
03:00
2012
Konzept, Licht: Max Hattler
Musik:
David Kamp
Additional Animation: Mavis Chen, Mia Hattler, Kami Hattler
An Animate Projects production in association with Lupus Films for Channel 4
Using the New Age idea of a »dimensional shift« as inspiration, Shift combines science fiction themes through abstract, stop motion animation of objects and colour. It is an attempt to visualise higher dimensions and unearthliness, taking into account these concepts’ heightened awareness when attempting to process or predict the end of the world.

13
Max Hattler
X
06:00
2012
Konzept, Realisation: Max Hattler
Musik:
Eduardo Noya Schreus
Animation: Matt Abbiss, Tony Comley, Valeria Fonseca, Max Hattler, Siobhan Mcelhinney, Luiz Stockler
Special thanks to Sandra Sykorova
The unknown X becomes a whole symphony of shapes ... In a kinetic energetic otherworld where everything is by itself yet can intersect with each other, cross-action seems the best way to solve an unknown equation.


15:00 PAUSE


14
Michael Heindl
KHNHM
05:00
2014
Konzept, Performance, Realisation: Michael Heindl
Ich kaufte eine Eintrittskarte für das Kunsthistorische Museum in Wien. Ich verließ das Museum. Ich setzte mich auf die Stufen vor dem Gebäude. Ich bearbeitete das Ticket mit Schleifpapier, Buntstiften und Schere. Ich wandelte die Eintrittskarte so zu einem Ticket für das Naturhistorische Museum um. Ich überquerte den Maria-Theresien-Platz und betrat das Naturhistorische Museum. Ich löste mein Ticket dort erfolgreich ein.

15
Michael Heindl
Tree
04:49
2013
Konzept, Performance, Realisation: Michael Heindl
Ich grub einen Baum in einem Wiener Park aus und zerlegte ihn so, dass er in einer Tasche, welche den allgemeinen Kriterien für Handgepäck auf Flughäfen entsprach, verstaut werden konnte. Mit diesem Gepäckstück nahm ich daraufhin einen Flug nach Hamburg. Dort angekommen, suchte ich nach einem geeigneten Platz im öffentlichen Raum, um die Pflanze dort wieder zusammenzusetzen und einzupflanzen.

16
Nikolaus Jantsch
Life Outside
02:55
2015
Konzept, Realisation: Michael Heindl
Voice recording: Praved Krishnapilla
Voice: Martin Rupert Bauer
Dieser Film erzählt die Geschichte eines Mannes, der im Park sitzt und seine Gedanken schweifen lässt, wie in einem Traum beginnt eine Transformation in verschiedenen Ausformungen.

17
Johann Jascha / Claus Bruno Schneider
Jascha – Spontane Performances
10:47
2015
Idee, Konzept, Performance, Stimme: Johann Jascha
Kamera, Licht , Schnitt, Ton: Claus Bruno Schneider
Das ICH in seiner dynamischen selbstironischen Ausarbeitung. Verwirklicht in spastischen, hinfälligen, tänzerischen, ausartenden, gesichterschneidenden Bewegungen. Opositionssinn, Seinsverdichtung, Blödonie, Griff ins Ich, soll Selbstgewinnung zeigen.

18
Boris Kopeinig
tmp sys (conceptual strength body intelligence edit)
01:24
2003/2015
Konzept, Realisation: Boris Kopeinig
Eine Neuinterpretation einer  regelbasierten Arbeit: temporary system, Zahlen, die anzeigen, wie lange sie am Bildschirm angezeigt werden.
To describe the power of tmp sys is as difficult as realizing an idea you had on a lsd-trip. you have to see tmp sys, you have to feel it in order to understand it.
Hans Bernhard (Uebermorgen) in Read_Me 2004 Reader

19
Renate Kordon
Augenblicke
00:24
1979
Konzept, Realisation: Renate Kordon
Der Inhalt des Films ist die Zeit, die der Betrachter beim Ansehen investiert, es gibt kein Zurück – gerade haben sie sechs Augenblicke ihres Lebens verloren.

20
Renate Kordon
Tonfilm
04:24
1986
Konzept, Realisation: Renate Kordon
Tonfilm ist eine stumme Begegnung von Wasser, Licht und Erde, ist eine stille Verwandlung von Wasser in Gestalt, von Gestalt zu Raum, von wechselnden Formen ins fließende Nichts. Unterbrochen von Satie, Beethoven und Hamel.

21
Matthias Krinzinger
Eine Tanne macht noch keinen Winter
01:06
2014
Idee: Matthias Krinzinger
Kamera: Clemens Purner, Clemens Ascher
Schnitt: Clemens Purner
Musik: Dieterich Buxtehude
Setdesign: Paul Wurm, Gustav Fraedrich, Rüdiger Ploner
Beratung: Katinka Wurm, Richard Klein und Angelika Wischermann
Season’s Greetings 2014/15

22
Krisenproduktion (Andrea Dee/Gottfried Distl)
Kasino
07:13
1981
Konzept, Text, Stimme, Realisation: Andrea Dee
Performance, Stimme: Gottfried Distl
Produktion: Andrea Dee & Gottfried Distl­
Kunstphilosophische Reflexion über Sado-Maso-Spiele im klinischen Raum. Die Spieler haben sich freiwillig zum S&M-Spiel versammelt, in schwarzen Stiefeln und mit Handschellen.

23
Lab On Stage
Mice
01:00
2013
Buch: Lab on Stage
Kamera, Ton: Adriana Torres Topaga
Performance: Arnulfo Pardo Ravagli
Using »old forgotten HDI interfaces – mice« for making new relationships with the human body.

24
Anna Lerchbaumer
Rare Creature Feature
01:35
2014
Konzept, Realisation: Anna Lerchbaumer
Das Video ist eine Mischung aus Vorhandenem und Neuem. Die Bilder wurden analog produziert und mit dem Ton aus Tierdokumentationen unterlegt. Es entsteht eine fantastische Kreatur.

25
Patricia Lincke
Anwesen
02:46
2013
Buch, Performance, Schnitt: Patricia Lincke
Kamera, Ton, Musik: Henning Rädlein
Meine Arbeiten beschäftigen sich seit vielen Jahren mit dem Verhältnis von Vertrautem und Unheimlichem, von Innen und Außen, von Verborgenem und Präsentiertem. Als wichtigstes Merkmal an den Einblicken in eine deutsche Wohnform, die zeitlos zu sein scheint, ist die Gardine zu nennen. Sie ist die Barriere zwischen Bewohner und Betrachter, verheimlicht, sperrt aus, grenzt ab und dient paradoxerweise doch gleichzeitig als Blickfang. Anwesen zeigt die Bürde der Einsamkeit vor ergrauten Fronten und schmucklosen Vorgärten, zäh wie das Zeitgefühl hinter geschlossenen Gardinen.
Die Synthetikspitze wirkt in dieser Arbeit wie ein Tschador, der die Frau vor begehrlichen Blicken schützen soll. Gleichzeitig entsteht durch die Verwendung des Gardinenstoffs eine irritierende Verbindung zum Klischee der »deutschen Gemütlichkeit«. Es ist das Programm einer radikalen Häuslichkeit, sichtbar als undurchsichtige Fassaden, welche rigide trennen eine geschützte Sphäre erträumter Geborgenheit und eine unwirtliche Außenwelt.

26
Gertrude Moser-Wagner / Ulrich Kaufmann
Erkenntnis 2
00:48
2015
Konzept, Realisation: Gertrude Moser-Wagner / Ulrich Kaufmann
Kunstobjekt/Garten: Mario Ciccioli
Thai-Übersetzung: Komson Nookiew
Wenn alles, also auch die Kunst, im Fließen (von Bildern, Worten) verborgen ist, dann ist es unsere Aufgabe, den Moment herauszufischen, der eine Frage aufmacht. Ulrich Kaufmann und Gertrude Moser-Wagner saßen vor dem Bildschirm und schauten Bilder einer Reise nach Tuscania, Italien an.

27
Kenta Nakagawa
Inner Mind Architecture
03:11
2013
Kamera, Schnitt: Rikisaburo Sato
Tonaufnahme: Dirk Specht, Judith Nordbrock
Tonmischung: Judith Nordbrock
Interpret: Kenta Nakagawa
Dank an: Kurt Koddenberg, Luis Negro’n van Grieken, Bernd Voss, Chih Ming Fan, Wonbaek Shin
Projektleitung: Prof. Heide Hagebölling-Eisenbeis
Inner mind architecture is a space live installation that uses video, multilayered screens,
light, haze, sound-field of architecture and wind machine.
This virtual architecture live installation was made and presented in St. Gertrud Church in
Cologne December 2013.

28
Christian Niccoli
Ohne Titel
04:10
2013
Buch: Christian Niccoli
Performance: Haraldur Einarsson
Kamera: Andreas Steffan
Schnitt: Susanne Krauß, Rudolf Germann
Ton: Roman Strack
Der Film besteht aus einer einzigen, festen Kameraeinstellung, die eine leere und karge Landschaft zeigt. Plötzlich erscheint in der Ferne ein Helikopter, der langsam Richtung Kamera fliegt. Auf ein Mal bleibt er in der Luft stehen und ein Mann seilt sich aus der Kabine ab. Sobald dieser den Boden berührt hat, wird das Seil wieder in die Kabine gezogen und der Helikopter fliegt weg. Der Mann bleibt in der Landschaft zurück, allein.


15:00 PAUSE


29
PAMK / Klaus Pamminger
Notes On Mackey
03:44
2015
Konzept, Realisation: Klaus Pamminger
In manischen Iterationen aufblitzende, negative Raumkürzel erzeugen das Nachbild eines phantasmierten Innenraums, der der Zusammenschau mehrerer Räume des Mackey-Penthous (R. Schindler, 1939) entspricht.
Der flackernden Niederschrift des Raums korrespondieren auf der Tonspur Spuren von Ton aus Gone with the Wind (1939) und Mutterliebe (1939).

30
Jörg Piringer
Mnasir
03:38
2015
Konzept, Realisation: Jörg Piringer
Electronic sound poetry video. Letters (in order of appearance): m n a s i r

31
Angela Hans Scheirl / Ursula Pürrer
Gezacktes Rinnsal schleicht sich schamlos schenkelnässend an
04:15
1985
Konzept, Performance, Realisation: Angela Hans Scheirl in Kollaboration mit Ursula Pürrer

32
Angela Hans Scheirl / Ursula Pürrer / Dietmar Schipek
Slocking Walkman
02:27
1986
Konzept, Performance, Realisation: Angela Hans Scheirl in Kollaboration mit Ursula Pürrer und Dietmar Schipek

33
Meina Schellander
Innerer Ort II – Körperraum schaffen, verwandeln
01:15
2000
Konzept, Performance: Meina Schellander
Kamera: Gertrude Moser-Wagner

34
Mariela Schöffmann
Roving Around
08:59
2014/2015
Konzept, Realisation: Mariela Schöffmann
Musik: Soundscape David M. Schuh
In Roving Around geht es um unheimliche Umtriebe in einem kleinen Atelier. Kunst, die beseelt von Leidenschaft zum Leben erwacht und eine eigentümliche Atmosphäre preisgibt. Figuren, die die unbewussten Zustände einer Künstlerin spiegeln. Ein Film, wo das Innere zum Äußeren wird.

35
Sito Schwarzenberger
Jazzy Flamingo
07:42
2015
Konzept, Realisation: Sito Schwarzenberger
Musik: Lucas Gaarden (on Trompet Records)
Abstract animation, music video

36
Ira Sobotka
Correlated Signs
09:00
2015
Buch, Kamera, Licht, Schnitt: Ira Sobotka
Performance
: Tinna Thorvaldsdottit, Elisabet Birta Sveinsdottir, Marion Kieber
Ton: Maggi Omarson
Musik: Hlödver Sigurdson, Cafe del Mar
Color Grading : Victor van Vetten
Studio: Academy of fine Arts Iceland / Kunsthochschule Mainz
The film Correlated Signs reflects this condition »in between«, but it avoids the classical narrative structure of these films as well as symbolical meaning of artefacts and words. It prevents phrases connected with each other, the sounds synchronised to video, the room as a perceived real one, the gathering of the plants in a real garden. The fragments of the conversations, which establishes a non-coherent story, constructed of approaches, of non-finished narratives gives a paralytic construct that can neither develop nor regress.

37
Flora Watzal
Strobogramm
02:30
2011
Konzept, Realisation: Flora Watzal
Dank an: Miriam Bajtala, Paul Urban Blaha, Dario Stefanek, David Stefanek
Eine alltägliche Szenerie genügt Flora Watzal als Ausgangsmaterial für eine so präzis durchdachte wie kurzweilige Raum- und Zeitstudie.
Sie unterteilt die Bildoberfläche ihres Videos in ein regelmäßiges Raster. Zu Beginn bekommt das Publikum nur eine schwarze Fläche zu Gesicht. Das Spiel wird damit eröffnet, dass die Deckenlampe eingeschaltet wird. Von links nach rechts und von oben nach unten erhellt sich ein Bildsegment nach dem anderen und wird infolge wieder abgedunkelt.
Norbert Pfaffenbichler (Textausschnitt)

38
Angelika Wischermann
Oneironaut
05:00
2012
Konzept, Performance, Realisation: Angelika Wischermann
In the video you see floating balloons placed in a swimming pool. A woman is walking around at the ground of the pool grabbing one balloon after another. She is getting oxygen by breathing in the air filled balloons.

39
Jana Wisniewski
Fachspracheneskalation
01:49
2009
Konzept, Realisation: Jana Wisniewski
Fachspracheneskalation ist eine absurde Antwort auf einen Trend im Kunstkontext, in der Beamtensprache, bei Politikern und Managern, alles so voluminös wie möglich auszudrücken, bei gleichzeitiger Abwesenheit von Inhalt.
Der Text ist der Film.

40
Jana Wisniewski / Raumspiele + Form Wien
MirrorStage (DCtower)
01:29
2014
Konzept, Realisation:Jana Wisniewski
Performance: Natascha Tagunoff, Gudrun Zimmermann, Michaela Wagner, Gisela Theisen
Choreographie: Susanne Hajdu
Mirror Stage nannte Lacan den Zustand, den Zeitpunkt, an dem ein Kind sich erstmals als Selbst im Spiegel erkennt und nicht mehr von sich in der dritten Person spricht. Heute kann man sich fragen, ob Selbsterkenntnis überhaupt noch stattfindet, oder ob wir immer in Spiegel schauen, die uns fast alles mitteilen, und wir süchtig geworden sind auf das Fremdbild als Selbstbild. Von Architekturen bis zu unseren Arbeitsgeräten und Plattformen im Internet, werfen tausend Spiegel Bilder zurück und kontrollieren uns weit mehr, als wir unsere Bilder kontrollieren können.